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It's a crush!

Balija, Extra virgin olive oil

Edel und großzügig, kräftig, wenn er seine starken Wurzeln unter der Erde ausweitet, zart, wenn sich seine Äste und Blätter im Nordwind biegen.

Das Olivenöl war sprichwörtlich das Licht auf dem Weg der kulturellen, geistigen und wirtschaftlichen Entwicklung der Zivilisationen und trug die Gesundheit der Menschheit in sich.

Die geschichtliche Entwicklung des Olivenanbaus begann im Mittelmeer, in Jordanien, im alten Ägypten und den Kaiserreichen der Antike. In der Antike zeugten Lucius Junius Moderatus Columella, Plinius, Martial, Virgilius und viele andere, die über den Nährwert und die Auswirkungen von Olivenöl und Oliven auf die Gesundheit schrieben, von der Bedeutung des Olivenanbaus. Insbesondere wurde viel über die Symbolik und die Bedeutung des Olivenbaums als heiligem Baum in vielen Religionen geschrieben.  

Historische Überreste weisen darauf hin, dass Oliven in der vorgeschichtlichen Zeit im Gebiet des heutigen Italien, während des Paläolithikum im Gebiet des heutigen Frankreich und während des Neolithikum im heutigen Spanien und Süditalien angebaut wurden. Es ist nachgewiesen, dass wilde Oliven vor mehr als 6000 Jahren im Gebiet des heutigen Syrien veredelt wurden, wo die Phönizier zu den ersten gehörten, die sich dem Olivenanbau widmeten. Im Gebiet des fruchtbaren Halbmondes, zwischen Euphrat und Tigris, belegen historische Quellen, dass sich die Zivilisation und der Olivenanbau parallel entwickelt haben, und diese Entwicklung setzte sich durch die gesamte Geschichte des Mittelmeers fort. Historische Schriften zeugen vom Ölhandel im alten Griechenland und vom Reichtum, den die Oliven der griechischen Bevölkerung gebracht haben. Dass es verschiedene Olivensorten gibt, die sich durch ihre Qualität und Ölmenge, die Form und die Größe der Früchte unterscheiden, das wussten bereits die alten Griechen: Theophrastos von Eresos, Aristophanes und andere. Gleichzeitig haben auch die Etrusker und die Römer den Wert der Oliven erkannt und begonnen, systematisch neue Olivenhaine anzulegen und den Handel mit Olivenöl auf das gesamte Römische Reich auszuweiten. In diesem Zeitraum erreichte der Olivenanbau seine maximale Entwicklung, es wurden Ölpressen und -mühlen sowie Betriebe zur Herstellung von Amphoren, die zur Lagerung und zum Transport des Öls dienten, gebaut. Bereits damals gab es ein Studium des Olivenanbaus und Handbücher (De Re Rusticae), die alle wichtigen Elemente enthielten, die auch heute noch die Basis sind, aus der sich der moderne Olivenanbau und die moderne Olivenproduktion entwickelt haben. Olivenöl wurde nicht nur als Nahrungsmittel verwendet, sondern auch als Medikament sowie zur Körpermassage und -hygiene. Öle schlechter Qualität wurden als Lampenöl verwendet.

Nach dem Fall des Römischen Reichs ging auch der Olivenölhandel rapide zurück und die gesamte Produktion blieb in den Händen kleiner Produzenten, die sich später für andere, neue Kulturen entschieden. Für den Erhalt der Olivenhaine und die Instandhaltung der Anlagen, die überlebt hatten, waren im Mittelalter die religiösen Kongregationen verantwortlich. Dem Öl kam eine wichtige Rolle bei den Sakramenten sowie den Messdiensten zu und es wurde zu einer unerlässlichen heiligen Flüssigkeit.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde ein plötzlicher Anstieg der Nachfrage nach Olivenöl in europäischen und nicht europäischen Ländern verzeichnet, so dass aus diesem Grund viele Olivenhaine erneuert oder neue angelegt wurden. Der Ölhandel war in voller Blüte. Während der Republik Venedig war das Olivenöl ein besonders wichtiges Produkt, da der Doge zwei Drittel der Steuereinnahmen allein aus der Besteuerung von Olivenöl einnahm. In diesem Zeitraum erlitt die Ölproduktion in Istrien wegen einer Reihe von Dürrejahren große Verluste, die diese Erträge drastisch schmälerten.

Mit der Expansion des Olivenöls kam man auch zu neuen Erkenntnissen über Oliven und Olivenöl und auch die Techniken zum Olivenanbau und zur Ölextraktion haben bis zum heutigen Tag große Fortschritte gemacht. Carlo Hugues, ein exzellenter Agronom und während 17 Jahren Leiter der Schule für praktischen Weinanbau, Weinproduktion und Obstanbau in Poreč, veröffentlichte 1902 eines der wichtigsten Werke über den Olivenanbau in Istrien: Elaiografia Istriana, in dem er eine Vielzahl der damals auf unserer Halbinsel bekannten Sorten beschrieb. Von der Wichtigkeit des Olivenanbaus als Zweig der Landwirtschaft zeugt auch die Information, dass Mitte des 20. Jahrhunderts, d. h. während der italienischen Herrschaft, die istrische Halbinsel und die Kvarner-Inseln mehr als 1,5 Millionen Olivenbäume zählten und es sogar etwa 180 Olivenölhersteller gab. Leider haben die klimatischen, aber auch die wirtschaftlichen Missstände dazu beigetragen, dass man erst Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder anfing, von einem neuen Aufschwung in der Entwicklung des Olivenanbaus und der Ölproduktion zu sprechen.

DER AKTUELLE STAND …

…besagt, dass es etwa zweitausend Olivensorten von Australien bis Chile, von Kalifornien bis Iran gibt, dass aber nur etwa tausend Sorten im Mittelmeer angebaut werden, im benachbarten Italien sogar nur 600, und in Kroatien gerade mal 50. Von den Olivensorten, über die die Autoren der Antike in ihren Werken schrieben, ist es nur der Orcola (kroatisch: orkula) gelungen, unter dem gleichen Namen zu überleben und die anderen zu überdauern.

Der Olivenanbau ist einer der wichtigsten Zweige der Landwirtschaft und das Olivenöl ist die Basis der gesunden mediterranen Ernährung. In den letzten zwanzig Jahren wird all jenen Lebensmitteln besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die natürlich angebaut und möglichst wenig behandelt werden. Die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse haben das bestätigt, was schon seit jeher bekannt war: nämlich, dass Olivenöl reich an hochwertigen Fetten, Vitaminen, Polyphenolen und Mineralien ist, dass es hilft, den Organismus gesund zu erhalten, und das bereits ab den ersten Lebensmonaten.

Dank der technologischen Fortschritte sind wir heute in der Lage, hochwertiges Olivenöl herzustellen, aus dieser kleinen Frucht nur die besten und gesündesten Inhaltsstoffe zu gewinnen und uns selbst zu ermöglichen, in seinem Geschmack zu schwelgen und seine gesunden Inhaltsstoffe zu uns zu nehmen.